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Das #Nähnerdwort des Jahres ist...

Na, seit Ihr schon gespannt wie ein Flitzebogen?

Vorhang auf:



Das #Nähnerdwort des Jahres 2015 ist #Stoffverarmungsangst.

Neu in diesem Jahr dazugekommen ist auch das Nähunwort des Jahres. Dieses lautet in 2015 #Schlankmacherkleid.

Ich danke euch allen für die rege Beteiligung! Schön, dass wir gemeinsam diese Tradition fortsetzen.

Ich wünsche euch allen ein frohes, gesundes und glückliches Jahr 2016!



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Die Wahl zum Nähnerdwort des Jahres - es geht los



Ihr Lieben,
die Abstimmung ist eröffnet, ab jetzt darf gewählt werden!

Nach sorgfältiger Auszählung der Nominierungen findet ihr in der Seitenleiste die beiden Umfragen zum #Nähnerdwort und in diesem Jahr ganz neu zum Unwort des Jahres.

Ich bin furchtbar gespannt, welches Wort das Rennen macht und hoffe auf rege Beteiligung! Wird es ein heimlicher Favorit oder doch ein Aussenseiter?

Also, ran an die Kreuzchen! Auf die Abstimmung, fertig, los!

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Das #Nähnerdwort des Jahres 2015

Ihr Lieben, ich wünsche Frohe Weihnachten gehabt zu haben!
Die Feiertage sind rum, die Familien beschenkt, bekocht und bespaßt, dann können wir uns ja wieder guten Nähnerdtraditionen widmen.

Wie schon 2013 und 2014 gibt es auch in diesem Jahr wieder die Wahl zum Nähnerdwort des Jahres. Schöne Traditionen sollte man pflegen!



Nähnerdwort 2013 war #Nähnerd

die Nähnerdworte 2014 waren durch Gleichstand #Oberteilschwäche und #Zuschnitttetris

Auf Twitter fragte ich bereits nach Wortvorschlägen, aber auch hier soll es wieder die Gelegenheit geben Worte zu Nominieren.

Bitte nominiert in den Kommentaren eure Favoriten bis Mittwoch, 30.12.2015 12 Uhr. Mehrfachnennungen sind absolut erwünscht!
Das werde ich dann auswerten und die 5 häufigsten Nominierungen zur Abstimmung ab ca. 13 Uhr freigeben. Gewählt werden darf dann bis zum 01.01.2016 20 Uhr.

Die Nominierungen, die bisher schon dabei sind:

#Stoffverarmungsangst

#Nähnerdflausch

#Partyknopf

#Kopfkleiderschrank

#Herznähen

#Herrenkleid

#Stoffkaufverbot

#die-innere-Pingel-Inge (vielleicht zu lang für das Nähnerdwort..?)

Zusätzlich kam noch die Idee auf auch das Unwort zu suchen. Wollt ihr das? Dann gäbe es schon diese Vorschläge:

#Schlankmacherkleid

#Bussi Bussi Nähblogger (würde ich hier einsortieren..)


Und jetzt Ihr! Ich bin gespannt wie eure Nominierungen lauten!




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Stoffwechsel 3: Der Nähsteckbrief


Nun schon zum dritten Mal gibt es diese wunderbare Aktion, die sich Frau Siebenhundertsachen  ausgedacht hat. Auch dieses Mal wieder tatkräftig unterstützt von Lotti, neuerdings hier zu finden.
Ich habe länger überlegt, ob ich dieses Mal dabei sein kann. Mein Leben läuft momentan leider unter dem Titel: "Schöner Scheitern" und eigentlich wollte ich mir nicht noch eine weitere Möglichkeit aufbürden zu scheitern. Hier im Blog war es ganz still, weil mir einfach die Zeit fehlte - und manchmal auch die Nerven - etwas schönes zu schreiben. Ganz davon abgesehen, dass sowohl die Näh- als auch die Strickmaschine eine dicke Staubschicht vorzuweisen haben. Ich hätte also ohnehin nichts zu zeigen gehabt.
Letztenendes wurde ich überzeugt doch mitzumachen, der Zeitrahmen ist großzügig. (Danke Frau Siebenhundertsachen ❤️) Ich habe das gerne angenommen und beschlossen, dass ich mir das jetzt einfach mal gönne. Wahrscheinlich ist das Stoffwechselprojekt dann das einzige, was ich in den nächsten Wochen nähen werde, aber das ist ein guter Grund tatsächlich mal wieder zu nähen. Und vielleicht ist es ja auch einfach ein toller Start um wieder anzufangen, gerade was auch das bloggen betrifft. Kurzum: Ich freue mich und bin gerne auch das 3. Mal dabei!



Damit die Stoffkaufende nicht arg im Trüben fischt und was möglichst passendes aussuchen kann gibt es zu Anfang wie jedes Mal bei allen Teilnehmerinnen einen Nähsteckbrief.
Hier also meiner:

Ich habe wie beim 2. Mal wieder die alten Steckbriefe zur Grundlage genommen. Finde sehr spannend, was sich so verändert oder eben auch nicht.

Was nähst du am liebsten für dich?

Ganz klar: Kleider. Wer meinen Blog verfolgt, wird festgestellt haben, dass ich zwar hin- und wieder etwas anderes nähe als schon wieder ein Kleid, dann aber nicht für mich oder sowieso nicht zum anziehen. (wobei mir gerade beim schreiben einfällt, dass ich eben solche Sachen kaum bis gar nicht gebloggt habe.. ) Ich bin sehr glücklich über die Entdeckung des Kleides für mich als all-time-favorite- Kleidungsstück. Ich habe festgestellt, dass mir Kleider am besten stehen und auch am besten zu meiner, sagen wir unkonventionellen, Figur passen. Das heißt nicht, dass ich mich nicht mag. Ich mag mich nur nicht in zweitteiliger Garderobe. Sprich Rock und Oberteil oder schlimmer Jeans und T-Shirt.

Seit dem ersten Stoffwechsel hat sich bei nichts getan. Ich stehe auf Kleider. ;-) Einzig anderes ist ein Mantel. Für dieses Jahr habe ich mir sowohl einen weiteren Wintermantel als auch einen Übergangsmantel vorgenommen.


Dem ist nichts hinzufügen. Seit letztem Jahr hat sich das nicht geändert.

Hast du für diese Frühjahrs/Sommersaison Pläne gemacht, etwas bestimmtes vorgenommen? Was wirst du als nächstes nähen wollen?

Ich habe tausend Ideen im Kopf, die die Erweiterung meines Kleiderschranks und den Abbau des Stofflagers betreffen. Allerdings ist keine so aktuell, dass ich sie mir für "in nächster Zeit" vorgenommen habe, sondern eher "irgendwann wenn mal wieder Zeit und Ruhe zum nähen ist". Also ist mein einziger Plan ein Stoffwechselkleid.

Die Glaubensfrage: Webstoff oder Jersey? Oder doch beides?

Ganz klar: Webstoff!
Jersey kommt bei mir z.Z. nur der Kinder wegen unter die Maschine. Ich mag die Verarbeitung nicht so gerne, das ewige einrollen schon beim Zuschnitt und die generelle Widerspenstigkeit. (Vielleicht geht das nur mir so, aber ich finde nicht, dass sich Jersey-Sachen besonders schnell und einfach nähen lassen.) Zudem verzeiht Jersey einfach nichts. Alle mir bekannten Jersey-Kleiderschnitte sehen an mir ähnlich bescheiden aus wie zweitteilige Garderobe.
Webstoffe hingegen sind für mich ein Traum in der Verarbeitung.

Es bleibt dabei: Webstoff! Jersey verwende ich für mich mittlerweile zwar auch, aber nur für Unterwäsche und das auch mehr oder weniger wiederwillig.


Das unterschreibe ich nach wie vor. Allerdings muss ich an dieser Stelle gestehen, dass ich letztens, als ich mal ganz kurz durchschnaufen durfte, ein Shirt genäht habe. Aus Jersey. Für mich. Mit Sternen drauf.

Ich weiß gar nicht was genau mich da geritten hatte. Wahrscheinlich die Kombination aus #wenig Zeit, will aber was nähen, #Schnitt ausprobieren, das Tochterkind ist mittlerweile so groß, dass Erwachsenenschnittmuster her müssen und # zuwenig Shirts im Schrank (ja, ich trage im Homeoffice auch mal Shirts und Hosen, da sieht mich ja auch keiner..) Und diese Farb/Musterwahl ist dem Stofflager geschuldet. Das gabs halt noch und musste ja auch mal irgendwann weg.. ;-)
Freunde werden wir aber nach wie vor nicht!

Welches Material vernähst du am liebsten (z.B. Viskose, Baumwolle, Wolle, …) – gegen was hast du eine (starke) Abneigung?

Am allerliebsten vernähe ich Bauwollstoffe. Wollstoffe, Cord und Samt gehören zu meinen Winterlieblingen. (Ich gehe mal schwer davon aus, da es sich um zu nähende Sommerkleidung handelt, dass keine auf die Idee kommt sowas für jemanden auszusuchen.. ) Was ich noch nie hatte ist Viskose, ich lese immer wieder, dass dieses und jenes Kleidungsstück aus derselben ist, aber ich kam noch nie dazu mal welche zu kaufen. Das wäre für mich ganz was tolles, wenn mir mal jemand ein Viskosestöffchen überhilft, damit ich ich auch mal weiß, was da genau ist und wie sich das so verarbeiten lässt. Aber ich bin da generell offen und lass mich überraschen was meine Stoffpatin feines für mich befindet. (An dieser Stelle nochmal: ich find das Experiment so wahnsinnig spannend..)
Einzige Bitte: möglichst wenig Plaste! Mischgewebe sind prima, aber bitte kein Vollplaste oder extrem hoher Anteil. Ich bewege mich in meinem Arbeitsalltag auf Statisch sehr gut aufladbaren Bodenbelegen und habe schon sehr schlechte Erfahrungen gemacht. Wenn ich jedes Mal beim Aufstehen und hinsetzten eine gewischt bekomme, dass man sogar den Funken sehen kann, ist das glaub ich nicht gut... ;-)

Beim letzten Stoffwechsel habe ich gelernt, dass ich wirklich und ganz eindeutig am liebsten Baumwolle vernähe. Das Experiment Viskose ist für mich erstmal gescheitert. Ich habe noch zwei weitere Viskosestöffchen in voller Vorfreude gekauft, weil ich die Haptik an sich total schön finde. Ausschneiden und nähen ging so mäßig bis gar nicht, dass die beiden Stoffe jetzt erstmal eine Weile im Schrank ablagern. Damit beschäftige ich mich mit ruhigem Nervenkostüm mal irgendwann in der Zukunft. 

Ansonsten ist alles beim alten. Im letzten Winter trug ich quasi durchgängig meine Baumwollkleider die allesamt aus festen Drucken bestehen. (Ausser die Hochsommerkleider die ich dieses Jahr genäht habe, die werden wohl im Winter auch im Schrank bleiben) Soll heißen, mit einem hübschen Baumwolldruck festerer Qualität wäre mir auf jeden Fall eine Freude zu machen. Ansonsten steh ich sehr auf Feincord. Die gibt es ja z.T. auch gemustert, was mir auch sehr gefällt wenn es nicht Kinderstoffig ist.

Als Fazit aus dem gescheiterten 1. Stoffwechsel (was mir immer noch unheimlich leid tut!!): Viskose und ich werden keine Freunde.. :-( Ich habs versucht. Es ist ähnlich wie beim Jersey. Die Verarbeitung ist nicht so meins und auch ein Kleid aus Viskose steht mir nur mäßig, weil es ebenfalls wenig verzeiht. Liegt wahrscheinlich am Fall. So ein Kleid kuschelt sich an jede Rundung an, da ist mir Baumwolle deutlich sympathischer. Die steht auch mal ab, was mir meistens entgegenkommt.



Was sind deine Lieblingsfarben, welche stehen dir gut? Welche gehen gar nicht?

Ich mag sehr gerne rot und blau und schwarz, neuerdings auch mal grün, weiß auch. Pastell ist glaub ich nicht ganz so meins, wobei das auch darauf ankommt, helles blau zB mag ich gerne. Meistens greife ich eher zu volleren Farben. Auch hier würde ich mich gerne überraschen lassen und bin offen.
ZB habe ich kein gelbes Kleid und auch keinen gelben Stoff. (ob es mir stehen würde weiß ich allerdings nicht, da noch nie ausprobiert). So geht es mir mit einigen anderen Farben auch.
Momentan ist meine Haarfarbe rot, ich überlege aber ganz aktuell ob ich wieder zu braun wechsle. Von Farbtypenlehre habe ich keine Ahnung und reagiere eigentlich immer aus dem Bauch heraus, ob mir ein Stoff gefällt und ich ihn kaufe. Bisher hatte ich bei keinem Kleid das Gefühl es stünde mir der Farbe wegen nicht, meine bisherigen Kleider sind durchaus unterschiedlich.
Ich würde schon sagen ich habe ein gewisses Beuteschema wenn ich für mich selbst aussuche, könnte die genauen Kriterien aber auch nicht benennen. Hier mal was unter anderem für die nächste Zeit zur Verarbeitung bereit liegt:


Interessant der Stapel vom letzten Jahr. Ich habe tatsächlich auch 6 von 11 Stoffen vernäht. Noch nicht vernäht sind von oben: 2. Reihe rechts, 3. Reihe links, komplette 4. Reihe und 5. Reihe rechts. Das ist doch gar nicht mal schlecht.

Der Stapel aus diesem Jahr könnte so aussehen: 



Welche Muster magst du? Groß oder klein? Blumen, Streifen, Punkte? Oder sind Muster vielleicht gar nicht so deins?

Blümchen scheinen bei mir ein zentrales Thema zu sein, obwohl ich nie explizit danach suche. Und ich liiiiiiebe Punkte, lieber kleiner als größer. Streifen find ich cool, habe aber noch kein Streifenkleid genäht (warum eigentlich nicht..) Karos sind auch immer ganz weit vorne. Nicht unbedingt so gerne mag ich Stickereien. Im Allgemeinen gehe ich eher auf kleine Muster, wobei ich es auch ganz schön finde wenn man auch aus der Entfernung noch Muster erkennen kann. Gar nicht mag ich Riesenmuster, egal welchen Couleurs. 60er/70er Retroprints und wilde Mustermixe sind auch nichts für mich, genauso wie überzeichnende Früchte oder Tierprints a la Kinderstoffe und Tierfelloptik.

Jap.

Was sind die Kleidungsstücke, die dir (in letzter Zeit) in deinen Augen am besten gelungen sind? (Bitte mit Link oder Foto) Sind welche dabei, die du vor allem wegen ihres Stoffes magst?

Dieses mag ich sehr gerne vom Stoff her und habe noch eine schwarze und eine grüne Variante des Stoffs vernäht, mit anderen Schnitten.



Dieses Kleid hab ich im letzten Jahr verschenkt. Es ist jedoch total mein Beuteschema und ich habe den festen Plan nochmal so ein Kleid zu nähen. Ohne dessen Unzugänglichkeiten. Gute zwei Jahre mehr Näherfahrung sollte das möglich machen.


Hier mag ich den Stoff auch total und das Kleid sowieso. Es war Lieblingskleid 2013.


An die Farbkombi braun und grün habe ich mich mittlerweile gewöhnt und mag das jetzt sehr gerne.


Das Weihnachtskleid 2013 mag ich auch gerne, die Farbe ist klasse. Daneben mein "Ist das ein Dirndl?"-Kleid. Nein ist es nicht, aber es ist auch Trachtenstoff.


Bis auf das Weihnachtskleid (Baumwollleinen - Stoff und Stil) sind alle Kleider aus Baumwolldrucken.

Neu dazu gekommen sind diese Schätzchen hier. 

Wieder ein Trachtenstoff. Mit, na klar, Blümchen drauf.


Das schwarz-weiße ist aus einem der Hongkongstoffe und eins meiner Liebsten. Ich mag total diese roten Akzente, die aber nicht aufdringlich sind. Daneben auch wieder ein Blümchenstoff. Kleine Streublümchen, in der Gesamtwirkung dann hellgrün. Ich mags aber.


Aus der Kategorie "Punkte gehen immer":


Und "Erwachsenenfrüchte", falls man das so nennen kann. Jedenfalls schreien sie nicht Kinderstoff und ich ziehe sie gerne an. Erdbeeren:



Und Kirschen. Daneben, Blümchen, was sonst.



Wieviel Stoff verbrauchst du ca. für einen Rock, ein Oberteil, ein Kleid? Welche Mindestmenge benötigst du für die Verarbeitung? Oder hast du sogar ein Maximalmaß für Stoff?

Wie oben schon erwähnt ich kann durchaus mit 2m auskommen, wenn das Muster es zulässt. 2,5m wären aber "sicherer". Ich kaufe meistens 3m, es sein denn ich habe Tellerrockpläne, dann 4m. Meistens habe ich noch gut was über, manchmal gut 1m bei gekauften 3m.
Es sollte für mich also zu schaffen sein auch mit weniger Stoff ein Kleid zustande zu bringen. Oft nähe ich ohne Ärmel, das spart ja auch schon ganz schön. Ich sehe das als Challenge! Also bitte keinen Schreck kriegen, wenn ihr Chrissy abbekommen habt, die partout nur Kleider nähen will. ;-)


Ich freue mich, dass Kleider nicht mehr die Ausnahme beim Stoffwechsel bilden, da beim letzten Mal irgendwie fast alle Kleider genäht haben. Da brauche ich mich Mengentechnisch gar nicht so sehr entschuldigen. Beim letzten Mal habe ich allerdings gelernt, dass ich mit 2m nicht so richtig gut auskomme. 2,5m wären da schon das Minimum. Wenn ich Stoff kaufe, dann mittlerweile immer 3m. Damit kann ich mich dann eigentlich immer gut austoben und bin frei in der Schnittwahl. Meist bleibt zwar noch etwas übrig, aber für Musteranordnung ist es schon ne sichere Bank. Mein Annahme das wäre bestimmt auch immer mal ein ganzer Meter ist hinfällig, mehr als 80cm waren es wohl nie.


Die Erfahrung hat mich gelehrt: 2m sind schon ganz schön knapp. Also erhöhe ich auf 2,5m. Selbst kaufe ich bei Baumwollstoffen mittlerweile Standardmäßig 3m.

Gibt es sonst noch etwas, das dich als Näh-/Stofftyp in deinen Augen ausmacht?

Ich habe ein ziemlich blumenlastiges Beuteschema. Bin ich mit den Berliner Nähnerds zusammen auf dem Markt und suche mir einen Stoff aus kommt immer die Nachfrage: Hast du den nicht schon? Bin wohl sehr leicht zu durchschauen..

Ich freu mich auf die nächsten spannenden Wochen und auf die Auslosung! Hier gehts zu den anderen Steckbriefen.

Einen schönen Sonntag euch allen!
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Das war 2014

So einen Jahresrückblick zu schreiben und das vergangene Jahr Revue passieren zu lassen ist eine schöne Gelegenheit sich die positiven Dinge in Erinnerung zu rufen. 
Gefühlt war das letzte Jahr erstmal weniger positiv. Ich hetzte ständig irgendwelchen Terminen hinterher, schaffte zu wenig, hatte zu wenig Freizeit und war für meine Verhältnisse ziemlich oft krank oder angekränkelt. Höchste Zeit sich an die schönen Dinge des Jahres zu erinnern!
Denn eigentlich mag ich mein Leben sehr gerne und die weniger schönen Dinge lassen sich allesamt irgendwie beheben. 

Schon Ende des Sommers 2013 zogen wir aufs Land, raus aus der großen Stadt. Ich mag unser Heim und unseren Garten und habe im letzten Jahr dort viel in der Sonne gesessen. Auch wenn es manchmal nur für eine halbe Stunde war, dennoch ist das für mich unbezahlbar. 

Bei herrlicher Sonne im Februar
draussen stricken - großartigst
Ich mag diese oberspießige Siedlung und die himmlische Ruhe rundherum. Damit meine ich nicht absolute Stille, denn auch in Brandenburg ist es nie völlig still. Das würde ich aber auch nicht wollen. Irgendwer bohrt oder kloppt oder mäht immer oder schreit durch den Garten. Es ist aber eine angenehme Geräuschkulisse im Vergleich zu Straßenlärm, Sirenen, sich kloppende oder schießende Nachbarn, jeden Abend Party übern Hinterhof inkl. kotzender Partygäste im Hof und allem voran alle 30 sec ohrenbetäubender Fluglärm. Von allen diesen Dingen bleiben wir hier verschon und wenn sich die Dilettanten beim BER weiter so anstellen bleibt uns das auch noch lange erhalten. Wobei wir eh nicht wirklich in der Flugzone liegen (würden). 

So schön kann Brandenburg
Der Umzug bescherte mir zwar eine Verkleinerung in Sachen Nähecke, aber dafür einen Zuschneidetisch und einen Stoffschrank und ganz schön viel Platz und eigenes Reich. So ganz fertig ist mein Nähkästchen noch nicht. Die Beleuchtung und Regale an der Wand warten noch auf Fachmännische Installation. Ich hoffe sehr, dass sich das in den nächsten Wochen regeln lässt. Versprochen worden ist es mir.. ;-)
Die Zuhausesituation verdient also alles in allem ein absolutes TOP.

Gesundheitlich wird es hoffentlich deutlich besser werden. Eine Geschichte mit der ich mich das ganze Jahr herumquälte wird hoffentlich im Frühjahr behoben werden können und die damit einhergehenden seelischen Quälereien damit auch überwunden, zumindest großteils.
Für weniger Hetze habe ich mir vorgenommen ein kleinbisschen weniger zu arbeiten. Nach Sichtung der Lage sollte das auch möglich sein. Ich bin gespannt wie es werden wird. Mein Arbeitsjahr war zwar arbeitsam und startete mit dem Supergau, aber danach lief es sehr, sehr gut. Zum Ende des Jahres häuften sich Danksagungen und positives Feedback zu meiner hervorragenden Leistungen. Na wenn das mal nichts ist. Auch fürs Arbeitsjahr ein TOP. Ich starte jedenfalls positiv und gespannt ins neue Arbeitsjahr, ein kleines oder vielleicht doch ganz schön großes Abenteuer wird auch anstehen und ich hoffe, dass ich dem gerecht werden kann.

Von zu "wenig schöne Dinge gemacht" kann auch eigentlich nicht die Rede sein. Meine Selbermachenbilanz ist ganz ordentlich, wenn man mal zusammenrechnet.

Ganze 20 Kleider habe ich dieses Jahr genäht und 2 angefangen. 



Ich nahm wieder am Weihnachtskleid-Sew-Along teil und bin leider gescheitert. Das Kleid ist nicht mal nachträglich fertig geworden und ein Silvesterkleid oder wenigstens ein Neujahrskleid geworden. Viel ist nicht mehr zu machen, aber die Mission Weihnachtskleid 2014 ist gescheitert. Ich bin mir sicher, wenn es denn mal fertig ist wird es ganz toll und so ein "kleines Schwarzes" ist eh ein Muss für jeden Kleiderschrank. Also auch hier, weniger Hetze, alles wird irgendwann..  

Zur meist einseitigen Kleidernäherei bin ich in die Unterhosenproduktion eingestiegen. Catherine hatte irgendwann den Schnitt "Marylin" getestet und für gut befunden und so probierte ich das im Sommer auch aus. Ich bin schwer begeistert und habe nun schöne und bequeme Unterhosen.
Ein Unterkleid habe ich auch genäht und plane noch mindestens ein weiteres.



Ich nahm am Stoffwechsel 1 und 2 teil. Jeweils mit sehr viel Spaß und Begeisterung über soviel geballten Nähnerdflausch. Vielen Lieben Dank Frau Siebenhundertsachen für diese wunderbare Idee! Das entstandene Kleid aus dem ersten Stoffwechsel ist leider der Flop des Jahres, was aber eindeutig der Wahl des Schnittes zugrunde liegt. Da habe ich mich ordentlich verzockt und die Verarbeitung von feinsten Viskosestöffchen muss ich wohl noch üben. Beim 2. Mal konnte fast nichts schief gehen, ich bekam ein Baumwollstöffchen, damit kenn ich mich aus.. ;-)


Zusammen mit der wunderbaren Karin veranstaltete ich den Herbst-Jacken-Sew-Along. Auch das war ein großer Spaß und mit ganz viel Nähnerdflausch verbunden. Karin und ich kannten uns bis dahin nicht persönlich und auch nur ganz kurz über Twitter. Ein Riesenabenteuer! 


Die Zusammenarbeit war unglaublich toll und wir tauschten fleißig Ideen und ergänzten uns dabei immer ganz wunderbar. An dieser Stelle noch einmal vielen herzlichen Dank, dir liebe Karin, für diesen tollen gemeinsamen Sew-Along! Im Rahmen des Sew-Alongs entstand für mich eine (Probe-)Jacke und (immernoch in Entstehung) ein Mantel. 


Übrigens gibt es hier am Sonntag (und wieder eine Woche lang) das Mantelfinale der Herzen. Für alle die, genau wie ich, nicht termingerecht mit ihrem Mantel oder Jackenprojekt fertig geworden sind. Am Sonntag kommt euer großer Auftritt! Wer jetzt, so wie ich, noch immer nicht fertig ist: Ran an den Speck! Bei mir fehlen noch die Ärmelsäume, Knopflöcher und die Knöpfe. Das sollte zu schaffen sein...

Gestrickt hab ich auch. Erstmals im letzten Jahr ein Frühlingsjäckchen. Gleichzeitig war das dann auch die erste Jacke die ich fertiggestellt habe. 

Mit dem Frühlingsjäckchen kam auch das Outing mit der Strickmaschine. Ich berichtete über allgemeines, Grundlagen und Lochkartenherstellung. Diese Post machen mir sehr viel Spaß, wenn gleich sie ganz schön Zeit in Anspruch nehmen. Es wird hier weiterhin wissenswertes zum Thema Strickmaschine geben. Die Frage ist nur wann...

Auch im Handstricken war ich nicht ganz untätig. So entstand das Winter-Shetland-Triangle, was ich wirklich sehr, sehr gerne habe. Das WM-Tuch liegt allerdings weiterhin auf Eis. So richtig kann ich mich nicht dazu aufraffen. An einer Miette habe ich mich auch versucht und bin dabei erstmal gescheitert. Was aber nicht an der tollen Anleitung liegt, sondern an meinen doofen Ambitionen „richtig“ zu stricken (dadurch machte ich erst recht alles falsch) und der Wolle. Ich werde in diesem Jahr noch einen Versuch starten.  

Für den Herbst gab es hier „MSBDS - Mehr Strickjacken Braucht Der Schrank“. Im Rahmen dieses losen Knit-Alongs wollte ich eigentlich 4 Jacken mit der Strickmaschine stricken. Geworden sind es „nur“ eine grüne und eine rote Jacke, die ich seit Fertigstellung dauernd anhabe. Die weiteren geplanten Jacken wird es auch noch geben, eben nach und nach..

NfA - "Nähen für andere" gab es hier auch reichlich. zB. 2 Kleider fürs Tochterkind und mehrere Shirts für den Sohnemann.




Pullover für beide sind noch in Arbeit. Es fehlen die letzten Reihen handgestrickter Bündchen. Eigentlich hätten die unterm Weihnachtsbaum liegen sollen, das war aber nicht mehr drinne.
Ich probierte auch Unterhosen für den Mann zu nähen, bin aber auch da erstmal gescheitert. Hier liegts ein bisschen am wählerischen Mann und solange er nicht richtig weiß, was er will lass ich das auch erstmal sein.
Und natürlich gab es viele, viele Reparaturen und ich nähte diverse Taschen, die es aber wie immer nicht in den Blog schaffen.

In meinem Nähkästchen gab es übers Jahr auch etwas Technikzuwachs. Die liebe Lotti bescherte mir unverhofft eine Bügelpresse. Ich wusste gar nicht, dass man sowas ganz doll unbedingt brauchen kann. Jetzt gebe ich sie nicht mehr her!
Nach einigen Versuchen mit dem Grobstricker legte ich mir im Frühjahr noch einen Feinstricker (Brother KH891) mit Lochkartensteuerung zu. 
In der Endphase zum MSBDS schaute ich mal wieder nach Elektroschlitten für die Strickmaschine und wurde fündig in Form eines Schnäppchens. Die wussten gar nicht recht was sie verkaufen. Daran kann man nicht vorbei, oder? ;-) Leider ist mir das Netzteil abgeschmiert. Mein Mann sagt, dass sei nicht weiter schlimm und könne bei solchen Geräten schon mal vorkommen. Alles halb so wild, er mache das. Ich warte immer noch... 
Mein Geburtstag und Weihnachten liegt nicht so arg weit auseinander, dass ich schonmal etwas größerer kombinierte Geschenke bekomme. In diesem Jahr ein neues umwerfendes Fotografiergerät ;-) Der langersehnte Ersatz für die geraubte Ausrüstung. Jetzt bin ich wieder komplett und kann hier auch wieder mit vernünftigen Bildern aufwarten..

Ich freue mich, dass ich im letzten Jahr nicht nur zu viel Selbermachen gekommen bin, sondern auch mehr zum bloggen. Ganze 52 Post habe ich geschafft, eine deutliche Verbesserung. Und ihr Dankt es mir mit 448 lieben Kommentaren. Vielen Dank an dieser Stelle an euch alle für dieses immer währende Feedback. Ich habe mich über jeden einzelnen sehr gefreut! Ihr seid die Besten!



Der Berliner Bloggerstammtisch kam 2014 so richtig ins rollen und wir trafen uns mit guter Regelmäßigkeit. Ich hoffe das geht so weiter. Ich habe die Dame alle sehr lieb gewonnen und möchte die Treffen nicht mehr missen.


Die Nähnerkarte ist auch eine Erfindung aus 2014 und erfreut sich nach wie vor großer Beliebtheit. Wer schon dabei ist sollte immer mal gucken es  kommen immer wieder Blogs dazu. Wer noch nicht dabei ist, aber gerne drauf möchte schreibt eine Mail an chrissie912 ät web PUNKT de


Die Wahl zum Nähnerdwort des Jahres habe ich für 2014 übernommen. Bis 20 Uhr kann heute noch abgestimmt werden. Momentan gibt es ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Ich bin sehr gespannt wie es ausgehen wird.

Und 2015? Weitermachen. Punkt. Ich glaube damit bin ich auf einem guten Weg. Weiter nähen, stricken, selbermachen, kommunizieren, lernen und ganz viel Nähnerdflausch teilen. 

Ich wünsche euch ein gesundes, fröhliches, kreatives, spannendes und liebenswertes Jahr 2015!


Wir lesen uns..

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Die Abstimmung zum #Nähnerdwort des Jahres 2014 ist eröffnet


Ihr habt fleißig nominiert und ab jetzt kann abgestimmt werden! Die Auswahl findet ihr in der Seitenleiste. Eure Entscheidung sollte bis zum 02.01.2015 20 Uhr gefallen sein.

Es sind nun doch 6 Kandidaten, da eine Stimmengleichheit bestand und ich es nicht auswürfeln wollte.

Also, ran an den Speck!

Habt einen wundervollen Silvesterabend und Rutsch gut und unfallfrei ins neue Jahr!


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Das #Nähnerdwort des Jahres 2014


Ihr Lieben, ich hoffe ihr hattet schöne und besinnliche Weihnachtsfeiertage mit euren Liebsten!
So langsam tauche ich aus dem Jahresendstress wieder auf und darf mich wieder ganz eigenbestimmt schönen Dingen widmen.
Wie zum Beispiel endlich mein Weihnachtskleid zu nähen. Mehr als den Zuschnitt schaffte ich in der Weihnachtsvorbereitungsphase nicht. Ich war derart drüber, dass ich obwohl alles rechtzeitig besorgt und verpackt, doch in Hektik Pakete an die Verwandtschaft schickte, aber im Online Formular Absender und Empfänger vertauschte. War das schon immer so herum? Jedenfalls bekam ich selbst 2 Pakete, die beim Nachbarn nach Tagen befreit werden mussten und die Verwandtschaft guckte erstmal in die Röhre. Pro Tipp: unbedingt ausprobieren, wenn man seine Familie verärgern möchte!
Ich schweife ab.
Es gibt aber ausser dem nachgeholten Weihnachtskleid noch weitere Endjahres-Traditionen an die es anzuknüpfen gilt. Den obligatorischen Jahresrückblick und natürlich:


Die Wahl zum #Nähnerdwort des Jahres.

Im letzten Jahr hatte Catherine die Wahl zum #Nähnerdwort des Jahres ausgerufen. In diesem Jahr habe ich mich dazu bereit erklärt die Tradition fortzuführen.

Ich schlage vor beim bewährten System zu bleiben. Bitte nominiert in den Kommentaren eure Favoriten bis Mittwoch, 31.12.2014 12 Uhr. Mehrfachnennungen sind absolut erwünscht!
Das werde ich dann auswerten und die 5 häufigsten Nominierungen zur Abstimmung ab ca. 13 Uhr freigeben. Gewählt werden darf dann bis sagen wir 02.01.2015 20 Uhr.

Meine Nominierungen, die ich schon eine Weile sammle, sind:

# Nähnerdflausch

# Streichelstoff

# Nähschlamperei/nähschlampen

# Nähnerdliebe

und ganz neu, heute erst gelesen:

# Stoffverarmungsangst

Ich bin ganz aufgeregt und sehr gespannt wie eure Nominierungen lauten! 

So, und jetzt ihr!
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Herbst Jacken Sew-Along 2014

Was braucht man im Herbst noch ausser reichlich Strickjacken - einen Mantel! Klar.

Und wenn nicht schon genug zu tun ist mit Stricken und Stoffwechseln, dann kann man ja noch mehr Aktionen beiwohnen oder sogar mitorganisieren.

Etwas blauäugig, aber mit viel Motivation stürze ich mich also zusätzlich noch in ein neues Abenteuer: den Herbst Jacken Sew-Along.



Zusammen mit der lieben Fr. Dreikah wird es in den nächsten Wochen ganz spontan für dieses Jahr wieder ein gemeinsames Jacken/Mantelnähen geben. Ich freu mich sehr drauf!

Pläne und Ideen gibt es reichlich. Ich bin gespannt, ob das alles gut funktionieren wird.

Hier gibts die Ankündigung, los geht es schon nächste Woche!
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Herbst-Stoffwechsel: Der Nähsteckbief


Es geht wieder los und ich freue mich! Mit dem Nähsteckbrief startet heute der Herbst-Stoffwechsel den die liebe Frau Siebenhundertsachen zusammen mit der lieben Lotti organisiert. Danke euch beiden für die viele Mühe!
Hier gehts zum Überblick über die Aktion und zu den anderen Stoffwechselteilnehmerinnen.

Da ich schon in der 2. Runde teilnehme habe ich meinen Steckbief vom letzten Mal als Grundlage genommen und auch gleich mal Vergleiche gezogen. Auch spannend so.

Was nähst du im Herbst/Winter am liebsten für dich?

Ganz klar: Kleider. Wer meinen Blog verfolgt, wird festgestellt haben, dass ich zwar hin- und wieder etwas anderes nähe als schon wieder ein Kleid, dann aber nicht für mich oder sowieso nicht zum anziehen. (wobei mir gerade beim schreiben einfällt, dass ich eben solche Sachen kaum bis gar nicht gebloggt habe.. ) Ich bin sehr glücklich über die Entdeckung des Kleides für mich als all-time-favorite- Kleidungsstück. Ich habe festgestellt, dass mir Kleider am besten stehen und auch am besten zu meiner, sagen wir unkonventionellen, Figur passen. Das heißt nicht, dass ich mich nicht mag. Ich mag mich nur nicht in zweitteiliger Garderobe. Sprich Rock und Oberteil oder schlimmer Jeans und T-Shirt. Da schlage ich gleich mal die Brücke zur nächsten Frage.

Seit dem ersten Stoffwechsel hat sich bei nichts getan. Ich stehe auf Kleider. ;-) Einzig anderes ist ein Mantel. Für dieses Jahr habe ich mir sowohl einen weiteren Wintermantel als auch einen Übergangsmantel vorgenommen.

Und wenn wir kurz mal vor allem an Oberteile und Röcke denken, was würdest du da gern nähen? Hast du schon etwas vor Augen? Oder nähst du lieber Hosen oder nur Kleider?

Ich denke nicht an Röcke oder Oberteile, sorry! Es ist nicht so, dass ich nicht auch das eine oder andere ausprobiert hätte. Ich fand am Ende nur, dass es an mir nicht gut aussieht. An anderen mag ich das immer sehr und manchmal würde ich auch gerne einen "schnellen" Rock nähen und dazu ein hübsches Blüschen. Ich habe aber mittlerweile gelernt, dass ich mit stark betonter Taille und ohne Trennung in der Mitte einfach besser angezogen bin. Daher lasse ich das sein. Es ging bei der Überlegung nach Oberteilen und/oder Röcken ja auch ein Stückweit um den Stoffverbrauch. Klar nähe ich auch mal ein Kleid aus verschwenderischen 4m Stoff. Ich kann aber auch ganz prima mit 2m klarkommen. Nicht, dass jetzt Angst aufkommt oder der Gedanke an Unverschämtheit, wenn ich hier kategorisch Oberteile und Röcke mit weniger Stoffverbrauch ausschließe.

Daran hat sich auch erstmal nichts weiter geändert.

Die Glaubensfrage: Webstoff oder Jersey? Oder doch beides?

Ganz klar: Webstoff! Jersey kommt bei mir nur zZ der Kinder wegen unter die Maschine. Ich mag die Verarbeitung nicht so gerne, das ewige einrollen schon beim Zuschnitt und die generelle Widerspenstigkeit. (Vielleicht geht das nur mir so, aber ich finde nicht, dass sich Jersey-Sachen besonders schnell und einfach nähen lassen.) Zudem verzeiht Jersey einfach nichts. Alle mir bekannten Jersey-Kleiderschnitte sehen an mir ähnlich bescheiden aus wie zweitteilige Garderobe. Webstoffe hingegen sind für mich ein Traum in der Verarbeitung.

Es bleibt dabei: Webstoff! Jersey verwende ich für mich mittlerweile zwar auch, aber nur für Unterwäsche und das auch mehr oder weniger wiederwillig.

Welches Material vernähst du am liebsten (z.B. Viskose, Baumwolle, Wolle, …) – gegen was hast du eine (starke) Abneigung?

Am allerliebsten vernähe ich Bauwollstoffe. Wollstoffe, Cord und Samt gehören zu meinen Winterlieblingen. (Ich gehe mal schwer davon aus, da es sich um zu nähende Sommerkleidung handelt, dass keine auf die Idee kommt sowas für jemanden auszusuchen.. ) Was ich noch nie hatte ist Viskose, ich lese immer wieder, dass dieses und jenes Kleidungsstück aus derselben ist, aber ich kam noch nie dazu mal welche zu kaufen. Das wäre für mich ganz was tolles, wenn mir mal jemand ein Viskosestöffchen überhilft, damit ich ich auch mal weiß, was da genau ist und wie sich das so verarbeiten lässt. Aber ich bin da generell offen und lass mich überraschen was meine Stoffpatin feines für mich befindet. (An dieser Stelle nochmal: ich find das Experiment so wahnsinnig spannend..)
Einzige Bitte: möglichst wenig Plaste! Mischgewebe sind prima, aber bitte kein Vollplaste oder extrem hoher Anteil. Ich bewege mich in meinem Arbeitsalltag auf Statisch sehr gut aufladbaren Bodenbelegen und habe schon sehr schlechte Erfahrungen gemacht. Wenn ich jedes Mal beim Aufstehen und hinsetzten eine gewischt bekomme, dass man sogar den Funken sehen kann, ist das glaub ich nicht gut... ;-)


Beim letzten Stoffwechsel habe ich gelernt, dass ich wirklich und ganz eindeutig am liebsten Baumwolle vernähe. Das Experiment Viskose ist für mich erstmal gescheitert. Ich habe noch zwei weitere Viskosestöffchen in voller Vorfreude gekauft, weil ich die Haptik an sich total schön finde. Ausschneiden und nähen ging so mäßig bis gar nicht, dass die beiden Stoffe jetzt erstmal eine Weile im Schrank ablagern. Damit beschäftige ich mich mit ruhigem Nervenkostüm mal irgendwann in der Zukunft.
Ansonsten ist alles beim alten. Im letzten Winter trug ich quasi durchgängig meine Baumwollkleider die allesamt aus festen Drucken bestehen. (Ausser die Hochsommerkleider die ich dieses Jahr genäht habe, die werden wohl im Winter auch im Schrank bleiben) Soll heißen, mit einem hübschen Baumwolldruck festerer Qualität wäre mir auf jeden Fall eine Freude zu machen. Ansonsten steh ich sehr auf Feincord. Die gibt es ja z.T. auch gemustert, was mir auch sehr gefällt wenn es nicht Kinderstoffig ist.

Was sind deine Lieblingsfarben, welche stehen dir gut? Welche gehen gar nicht?

Ich mag sehr gerne rot und blau und schwarz, neuerdings auch mal grün, weiß auch. Pastell ist glaub ich nicht ganz so meins, wobei das auch darauf ankommt, helles blau zB mag ich gerne. Meistens greife ich eher zu volleren Farben. Auch hier würde ich mich gerne überraschen lassen und bin offen. ZB habe ich kein gelbes Kleid und auch keinen gelben Stoff. (ob es mir stehen würde weiß ich allerdings nicht, da noch nie ausprobiert). So geht es mir mit einigen anderen Farben auch. Momentan ist meine Haarfarbe rot, ich überlege aber ganz aktuell ob ich wieder zu braun wechsle. Von Farbtypenlehre habe ich keine Ahnung und reagiere eigentlich immer aus dem Bauch heraus, ob mir ein Stoff gefällt und ich ihn kaufe. Bisher hatte ich bei keinem Kleid das Gefühl es stünde mir der Farbe wegen nicht, meine bisherigen Kleider sind durchaus unterschiedlich.
Ich würde schon sagen ich habe ein gewisses Beuteschema wenn ich für mich selbst aussuche, könnte die genauen Kriterien aber auch nicht benennen.


Für den Herbst bevorzuge ich die dunkleren Farben. Hellgrundige Stoffe oder helle Farben mag ich nur im (Hoch)Sommer. Also rot, schwarz, grün (mittlerweile fester Bestandteil der Farbauswahl), blau und gerne auch in die beeren bzw. lila Richtung.

Welche Muster magst du? Groß oder klein? Blumen, Streifen, Punkte? Oder sind Muster vielleicht gar nicht so deins?

Blümchen scheinen bei mir ein zentrales Thema zu sein, obwohl ich nie explizit danach suche. Und ich liiiiiiebe Punkte, lieber kleiner als größer. Streifen find ich cool, habe aber noch kein Streifenkleid genäht (warum eigentlich nicht..) Karos sind auch immer ganz weit vorne. Nicht unbedingt so gerne mag ich Stickereien. Im Allgemeinen gehe ich eher auf kleine Muster, wobei ich es auch ganz schön finde wenn man auch aus der Entfernung noch Muster erkennen kann. Gar nicht mag ich Riesenmuster, egal welchen Couleurs. 60er/70er Retroprints und wilde Mustermixe sind auch nichts für mich, genauso wie überzeichnende Früchte oder Tierprints a la Kinderstoffe und Tierfelloptik.

Dem hab ich gar nichts hinzuzufügen.

Was sind die Kleidungsstücke, die dir (in letzter Zeit) in deinen Augen am besten gelungen sind? (Bitte mit Link oder Foto) Sind welche dabei, die du vor allem wegen ihres Stoffes magst?

Ich hab jetzt einfach mal überlegt, welche Kleider ich wohl gerne im Herbst tragen werde oder welche des Stoffes wegen gut passen..

Das hatte ich zwar jetzt im Sommer auch viel an,
 ich denke aber das bleibt auch für den Herbst im ständigen Repertoire

Als Anlasskleid genäht, für mich aber auch klassisches Herbstkleid

Das auch, dunkelgrundiger Druck, prima auch im Herbst mit Stiefeln

Das hat auch Ärmel wie die anderen Kirschenkleider, prima im Herbst

Siehe oben

Das ist ein richtiges Winterkleid, voll warme Wolle,
eher nicht im Herbst, aber die Karos wollte ich zeigen

Braun und grün, super Herbstkleid

Das letztjährige Weihnachtskleid,
wohl sicher auch ganz weit vorne diesen Herbst

Hier mal eine Variante in Cord.
Wobei der auch sehr dick ist, also eher Winter.

Alltime-Favourite, auch oder grade im Herbst

siehe oben

Hier eins aus Samt. Ich muss es mal reparieren,
hat aber Zeit es ist nämlich auch eher warm also für Winter

Der Karos wegen gezeigt, auch dieses ein klassisches Winterkleid,
weil zu warm. Sonst auch im Herbst ein Knaller.

Und hier noch eins für die Ausnahme: das ist eigentlich
zu hell für meine Herbstdefinition und dennoch bin ich mir
sicher ich werde es auch in nächster Zeit sehr viel tragen.

Und ansonsten schrieb ich ja hier über meine letzten Stoffkaufeskapaden..

Wieviel Stoff verbrauchst du ca. für einen Rock, ein Oberteil, ein Kleid? Welche Mindestmenge benötigst du für die Verarbeitung? Oder hast du sogar ein Maximalmaß für Stoff?

Wie oben schon erwähnt ich kann durchaus mit 2m auskommen, wenn das Muster es zulässt. 2,5m wären aber "sicherer". Ich kaufe meistens 3m, es sein denn ich habe Tellerrockpläne, dann 4m. Meistens habe ich noch gut was über, manchmal gut 1m bei gekauften 3m. Es sollte für mich also zu schaffen sein auch mit weniger Stoff ein Kleid zustande zu bringen. Oft nähe ich ohne Ärmel, das spart ja auch schon ganz schön. Ich sehe das als Challenge! Also bitte keinen Schreck kriegen, wenn ihr Chrissy abbekommen habt, die partout nur Kleider nähen will. ;-)


Ich freue mich, dass Kleider nicht mehr die Ausnahme beim Stoffwechsel bilden, da beim letzten Mal irgendwie fast alle Kleider genäht haben. Da brauche ich mich Mengentechnisch gar nicht so sehr entschuldigen. Beim letzten Mal habe ich allerdings gelernt, dass ich mit 2m nicht so richtig gut auskomme. 2,5m wären da schon das Minimum. Wenn ich Stoff kaufe, dann mittlerweile immer 3m. Damit kann ich mich dann eigentlich immer gut austoben und bin frei in der Schnittwahl. Meist bleibt zwar noch etwas übrig, aber für Musteranordnung ist es schon ne sichere Bank. Mein Annahme das wäre bestimmt auch immer mal ein ganzer Meter ist hinfällig, mehr als 80cm waren es wohl nie.

Gibt es sonst noch etwas, das dich als Näh-/Stofftyp in deinen Augen ausmacht?

Ich bin mit einem Baumwollstoff recht leicht glücklich zu machen, lasse mich aber wie beim letzten Mal gerne auf ein Experiment ein. Es gibt so viele Wollstoff- oder sagen wir Herbststoffqualitäten, die mir wahrscheinlich auch weitestgehend unbekannt sind. Und warum nicht auch mal ein Unifarbendes Kleid nähen? Oder aus einem Stoff mit einer irgendgearteten Struktur oder mit eingewebtem Muster oder oder oder... Ich lasse mich gern überraschen!
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